Über Yoga

Yoga ist eine indische jahrtausende alte philosophische Lehre über ein umfassendes System zur Schulung von Körper, Geist und Seele. Es handelt von den "universellen Wahrheiten", Lehren die auch heute noch immer Gültigkeit besitzen.

Die erste Geschichtseinschreibung in welcher in Europa die Spiritualität der Inder erwähnt wurde, war 1298 während der Entdeckungsreise von Marco Polo. Er erzählte damals von den Chughis (Yogis), die zurückgezogen, asketisch und gläubig lebten und bis zu 150 Jahre alt wurden.

 

Angepasst auf unsere westliche Kultur ist Yoga allerdings eine praktische Hilfe und keine Religion! 


Der Begriff Yoga (योग, yoga) stammt aus dem Sanskrit, eine der ältesten Sprachen der Menschheit. Yoga leitet sich ab von Yuga - Joch - Yuj  für: „anjochen, anspannen, anschirren“. Es kann sowohl als „Vereinigung“ oder „Integration“, als auch im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ das Bindeelement für Körper, Geist und Seele sein.


Die harmonisierende Wirkung des Yoga ist in vielen wissenschaftlichen Studien erwiesen und dokumentiert worden. Durch Yoga wird Stress abgebaut, alle Körperregionen, das Immunsystem und das vegetative Nervensystem werden gestärkt, zudem werden Wahrnehmung und Konzentration gefördert. Körperblockaden lösen sich und unsere Lebensenergie kann wieder frei fließen. Dadurch erfahren wir neue Vitalität, Lebensfreude, Selbstvertrauen und geistige Klarheit.

 

Jeder kann mit Yoga beginnen,

das Alter oder die körperliche Verfassung sind kein Hindernis,

      denn, Yoga holt uns dort ab, wo wir gerade sind


 

Bereits in der ersten Unterrichtsstunde kann die wunderbare Wirkung des Yoga und ein Gefühl bisher nicht bekannter Entspannung erfahren werden.

 

 

 

Yoga ist ein Geschenk an uns selbst,

eine Reise an einen besonderen Ort. 
„Man kann den wahren Wert von Yoga nicht beschreiben,

man muss ihn erfahren ♡"


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Der Unterschied zwischen Yoga und Gymnastik:

 

In der Gymnastik heißt es: in einem gesunden Körper herrscht ein gesunder Geist. Daher werden die Übungen schnell, häufig und nach außen konzentriert und durchgeführt.

Im Yoga werden die Übungen langsam, bewusst und gezielt mit dem Atem verbunden durchgeführt. Dabei führen zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

 

Auf was sollten wir im Yoga achten:

 
1. Kein Leistungsdenken - Schädigungen durch zu intensives Üben. Dem      harmonischen Gefüge des Körpers folgen. Weder körperliches noch geistiges      Übertreiben ist gesund!
 
2. Mindestens 2 Stunden vor dem Yoga nichts essen und bitte nie mit vollem Magen Yoga ausführen.
 
3. Lockere Kleidung, ideal sind Naturmaterialien, damit die Haut atmen kann (das  "Zwiebelprinzip" anwenden). Einen ruhigen und sauberer Platz wählen (ideal ist auch eine eigene Matte und Decke).
 
4. Bei allgemeinen Krankheiten wie Grippe, Erkältung u.s.w. Yoga nur bedingt    anwenden.
 
5. Langsame Bewegungen beim Aufsetzen, Hinlegen und Kopf-nach-unten-geben,
 denn durch die Schwerkraft der Luft wird der Körper zu stark belastet.
 
6. Bei Krampfadern und Venenentzündungen keinen Fersen-oder Lotus-sitz  einnehmen.
 
7. Lenden- und Halswirbelsäule sollten nicht zu stark nach rückwärts geknickt werden.
 
8. Da manche Asanas und Pranayama anregen, dürfen während der Schwangerschaft  oder nach Operationen und bei zu starker Menstruation nur bedingt Übungen  durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

Die verschiedenen Yoga Traditionen  (Yoga-Wege)

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Hatha Yoga:

 Hatha ist der im Westen am meisten verbreitete Weg und stellt für die meisten Menschen den Einstieg ins Yoga dar.

 

Ha-Sonne- männliche Energie & Tha-Mond - weibliche Energie 


zur gleichmäßigen Einheit fließen lassen.

 

 "Gleichgewicht" 

 

 

Hatha Yoga ist der körperliche Weg, das " Yoga des Bemühens".

Damit soll die Anstrengung unterstrichen werden, die notwendig ist, um das eigentliche Ziel zu erreichen. 

Hatha Yoga war anfänglich zur Unterstützung anderer Yoga-Formen konzipiert, erfreute sich jedoch rasch großer Beliebtheit und wurde schon bald als eigenständige Yoga-Form betrachtet. Im westlichen Kulturkreis versteht man unter "Yoga" oft hauptsächlich das Hatha Yoga

Im Hatha Yoga gibt es neben Entspannungstechniken und körperlichen Übungen verschiedene Reinigungspraktiken, die ein wesentlicher Bestandteil des Hatha Yogas sind. Sie sollen den Körper und seine verschiedenen Hohlräume (Rachenraum, Bauch etc.) systematisch reinigen und von Schleim befreien. Diese Praktiken bilden zusammen mit den Asanas eine wichtige Voraussetzung.

Hatha Yoga bezeichnet auch eine Stufe auf dem Weg zum Raja Yoga (siehe dazu bitte im Text: Die vier Haupt-Yoga-Wege- ganz unten auf der Seite)

Hatha Yoga baut auf die acht Stufen der Yoga-Sutra nach Patanjali auf. Hier wird nach einem Weg interpretiert, der über die Versenkung bis zur Innenschau führt. 



Iyengar Yoga:

Yvengar Yoga beruht auf den Lehren von B.K.S. Iyengar. Die Körperübungen und Atemübungen werden sehr langsam, sehr konzentriert und sehr genau ausgeführt. Zahlreiche Hilfsmittel wie u.a. Gurte od. Klötze, sollen die Ausführung der Übungen insbesondere für Anfänger vereinfachen und somit auch dem Ungeübten zu der perfekten Ausführung der Übungen verhelfen.

 

 

Ashtanga Yoga: 

Bezeichnet den Yoga der aus acht Aspekten besteht und ist der Yoga des Patanjali, der acht Stufen. (Die acht Stufen der Yogasutras von Patanjali)  ist eine sehr körperbetonte Art des Yogas. Die teils sehr schwierigen Übungen werden in rascher Folge aber in Harmonie mit dem Atem durchgeführt. Man unterscheidet verschiedene Schwierigkeitsstufen. Die Übungsfolgen werden von Stufe zu Stufe schwieriger.

 


Die sieben Chakren - feinstoffliche Energieräder
Die sieben Chakren - feinstoffliche Energieräder

 

Kundalini Yoga:

 Kundalini ist eine starke in sich gebündelte Kraft, deren Zentrum sich am untersten Ende der Wirbelsäule (Mulandara Chakra) befindet.

Diese Kraft ist weiblich und wird als Kundalinishakti (Schlangenkraft) bezeichnet.

Der Prozess der Yogischen-Praxis soll dazu dienen, die Nadis und die Chakren zu reinigen und letztere zu öffnen, damit die aufsteigende Kundalini nicht blockiert wird.

Zur Praxis gehören Kriyas, Asanas, Pranayama (speziell der Feueratem), Mudras, Mantras, Visualisierungen und Meditation.

Das Ziel des Kundalini-Yoga ist die Erweckung der Kundalini und ihr Aufsteigen durch die Chakren ins oberste Chakra, das Sahasrara Chakra. Mit diesem Erwachen sollen überwältigende Erfahrungen, aussersinnliche Wahrnehmungen und ein überwältigendes Glücksgefühl einhergehen. Diese spezifische Form des Kundalini-Yoga wurde 1969 von Yogi Bhajan in den Westen gebracht.

Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, die jedoch auch dem Hatha-Yoga verwandte Asanas sind.

Kundalini-Yoga ist es eine Yoga-Praxis, die besonders im Tantrismus (siehe dazu bitte im Text unter Tantra Yoga) eine wichtige Rolle spielt.

 

 

Shakti Dance™:

Shakti Dance ist eine neue anmutig, sinnlich verspielte, Yoga-Art von Sara Avtar Olivier und basiert auf Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan.

Es führt durch die fließende Kombination von Yoga, Mudras, Mantras und Energiearbeit in die Kunst des bewussten, intuitiven und freien Tanzes ein.

Shakti Dance™ fördert die persönliche Entfaltung von Gesundheit, Harmonie und Freude, in Körper, Geist und Seele.

 

 

 

 

Power Yoga:

Power Yoga ist eine freie Art des Ashtanga Yoga und in den USA sehr populär. Hierbei ist man nicht an eine freie Übungsfolge gebunden. Der Atem und die Entspannung kommen hierbei allerdings viel zu kurz. Das ist nicht das was uns Yoga eigentlich geben kann. D.h. eher nach außen hin bezogen.

 

 

 

 

Bikram Yoga:

Bikram Yoga ist eine neue Art Hatha-Yoga-Methode und wurde von dem indischen Yogameister Bikram Choudhury (1946 in Kalkutta geboren) entwickelt.

Bikram Yoga ist als Hot Yoga bekannt und ist mit mittlerweile in über 600 Schulen weltweit eine recht populäre Yogaart geworden.

Mit vorheriger Gesundheitlichen Aufklärung und Einwilligung wird in einem ca. 35-40 Grad Celsius heißen Raum die markengeschützte Serie von 26 Yoga-Übungen (Asanas) und 2 Atemübungen (Pranayama) praktiziert. Aufgrund der Wärme ist der Körper wesentlich geschmeidiger, das Verletzungsrisiko ist geringer. Eine sichere Muskel- und Sehnenarbeit soll möglich gemacht werden und das sehr starke schwitzen fördert die Entgiftung des Körpers. 

Wer diese Yoga-Art einmal ausprobieren möchte, sollte zuvor wissen dass:

Der Wasser- und Elektrolyteverlust, der durch die Hitze ausgelöst wird, zu Muskelkrämpfen und Kreislaufkollaps führen kann. Daher sollten Herz- oder Kreislauf-Probleme, wie zu niedriger oder zu hoher Blutdruck, von einem Arzt abgeklärt werden. Es empfiehlt sich auf eine ausreichende Aufnahme von Wasser, Elektrolyten und ggf. Traubenzucker vor und während des Trainings zu achten.

Das Aufwärmen ist durch die Raumtemperatur nicht gegeben, sondern erfolgt erst bei der aktiven Anspannung der Muskeln.

 

 

TriYoga TM:

Eine komplette neue Yoga-Methode von der Gründerin Kali Ray. TriYoga umfasst alle traditionellen Yoga-Praktiken und findet in Hatha-Yoga ihren Schwerpunkt.

In den sanft, meditativ und kraftvollen TriYoga Flows (Prasara), vereinen sich fließende und gehaltene Yoga-Haltungen, Atmung, Mudras.

Das Arbeiten von außen nach innen sind die Stärke von TriYoga, es erhöht die Flexibilität, verbessern die Qualität des Atems, auch den Geist zu konzentrieren. Offen sein für die innere Weisheit und Führung, und schließlich zur Vereinigung mit dem universellen Bewusstsein.

TriYoga beinhaltet:

Flows, Yoga Nidra (geführte Entspannung), Prana Vidya (Pranayama - Atemübungen, Dharana - Konzentration und

Dhyana - Meditation), Singen und Jnana (Yoga zeitlosen Lehren).

 

 

Tantra Yoga: 

Das Wort Tantra wird manchmal von der Sanskritwurzel tan (ausdehnen) abgeleitet. Tantrismus bedeutet somit auch allumfassendes Wissen oder Ausbreitung des Wissens.

Der Tantrismus ist eine Erkenntnislehre, die auf der Untrennbarkeit des Relativen und des Absoluten basiert. Der Tantrismus betont die Identität von absoluter und phänomenaler Welt. Das Ziel des Tantrismus ist die Einswerdung mit dem Absoluten und das Erkennen der höchsten Wirklichkeit. Da angenommen wird, dass diese Wirklichkeit energetischer Natur ist und Mikrokosmos und Makrokosmos verwoben sind, führt der Tantrismus äußere Handlungen als Spiegel innerpsychischer Zustände aus.

 

Die Hauptelemente des Tantrismus sind:

  • Die Darstellung und Vergegenwärtigung geistiger Prinzipien mittels sexueller Symbolik, da angenommen wird, die Polaritäten aktiv und passiv, bzw. weiblich und männlich, bildeten durch ihre Wechselwirkung das Universum. Shiva, das männliche Prinzip, gilt als passiv und Shakti, das weibliche Prinzip, als aktiv.
  • Das System feinstofflicher Energiezentren (Chakras) und -kanäle (Nadis) auf denen die yogischen und meditativen Praktiken basieren, wie z. B. das körperliche Kundalini-Yoga, die Visualisation von Gottheiten oder die sexuelle Vereinigung:
  • Die Arbeit mit geometrischen Symbolen wie Mandala und Yantra als Ausdruck des Makro- und Mikrokosmos
  • Das Arbeiten mit Mantras und Mudras
  • Die Transformation der Körperzentren in geistige Orte durch Mantras und Symbole
  • Das Einfließen magischer Vorstellungen

 

 

Wir unterscheiden nun auch zwischen:

 

Weißes Tantra und Rotes Tantra 

Im weißem Tantra sind alle Richtungen einzuordnen, bei denen die körperliche Sexualität für den spirituellen Weg nicht verwendet wird.

Sexualität in der Partnerschaft, wird jedoch nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern von einigen Richtungen in gesundem Maße sogar empfohlen. 

In den Übungen wird die körperliche und sinnliche Lust nur noch transzendiert gelehrt. Die Ziele sind transpersonal und unegosistisch und auf edle Ideale bezogen.

 

Weißes Tantra wirkt auch darauf hin, den Ballast zu verringern, den wir in uns herumtragen. Es wird meist in langen Reihen ausgeführt, in denen Männer und Frauen sich in weißer Kleidung gegenübersitzen und die Übungen synchron durchführen, meist eine Kombination aus Arm- und Handhaltungen mit Atemführung und Mantras (Meditationsworte), oft mit Augenkontakt. 

Es bewirkt eine sehr effektive innere Reinigung und birgt die Chance, ein klares Selbstverständnis zu entwickeln. Tief liegende innere Blockaden können sich lösen. 

Im Gegensatz zum roten Tantra, befasst sich weißes Tantra in den Übungen nicht mit Sexualität.

 

Rotes Tantra: 

Im rotem Tantra sind alle Tantra Richtungen einzuordnen die die ausgeübte Sexualtität mit einbeziehen. 

Das bedeutet jedoch nicht ein Vereinigungsritual. Ob in der jeweiligen Schule oder dem Seminar, auch sexuelle Praktiken und Übungen für die sexuelle Energie jeweils ausgeführt werden und wie tief diese Übungen gehen, musst du erfragen.

 

Einige Grundsätze des roten Tantra sind:

Es kommt zu körperlicher Berührung über den Kontakt der Hände hinaus. 

Atemübungen und Beckenübungen zur Steigerung der Lustfähigkeit.

Übungen zur Erweckung der Kundalinieenergie auch im gegenseitigen Kontakt.

Der ritualisierte Ablauf verbindet Meditaitonstechniken mit der Lust und ist nicht eigenmächtig abänderbar. 

Tantrische Übungen sind auch genitale Trainings.

Beide Geschlechter sind gleichwertig.